Der technische Aufwand für eine CD-Produktion ist heutzutage überschaubar. Noch vor wenigen Jahrzehnten war das nur in großen Tonstudios möglich. Bandmaschinen und teure Magnetbänder waren dafür nötig. Heute reicht ein leistungsstarker Rechner, eine Schnittstelle, halbwegs ordentliche Mikrofone und eine entsprechende Software. Die Möglichkeiten der digitalen Technik sind unerschöpflich und man kann die Aufnahmen bis ins Unendliche „hochtechnisieren”.

So einfach ist es dann doch nicht. Je sorgfältiger man bei der Aufnahme vorgeht, desto weniger Nachbearbeitung ist nötig. Unsere Devise im Studio lautet: So wenige Effekte wie möglich, um den natürlichen Sound abzubilden. Wichtig sind eine optimale Vorbereitung seitens der Tontechnik und natürlich der Musiker. Wenn erst im Studio mit dem Üben der Stücke begonnen wird, wird es schwierig. Der Techniker muss sich ebenfalls gut auf die Aufnahme vorbereiten und wissen, wie die Instrumente klingen.
Wenn wir, wie bei den Aufnahmen des Blue Moon Orchestra, Mehrspuraufnahmen machen, dann muss man einen Kompromiss aus räumlicher Trennung und angenehmem Spielklima finden. Wenn man jeden Musiker einzeln in schalldichte Kabinen steckt, bekommt man zwar blitzsaubere Aufnahmen, aber ein Zusammenspiel ist kaum möglich. Die Aufnahme wäre statisch und nicht „lebendig”. Das gleiche Problem ergibt sich, wenn man jeden Musiker einzeln aufnimmt und das Ganze dann im Computer zusammenbaut.
Wir haben uns dazu entschieden, bei den Aufnahmen alle zusammenzuspielen. Die Bläser haben Großmembranmikrofone, Klavier und Bass gehen direkt ins Pult und das Schlagzeug ist mit Bassdrummikro, Snare- und Hi-Hat-Mikro sowie zwei Overheadmikros bestückt.







Dass wir bei unseren Aufnahmen Spaß haben, ist wohl deutlich zu sehen. Wie es weitergeht, erzählen wir im zweiten Teil Ende Mai. Schon neugierig, wie das Endprodukt klingt? Hier geht es zu den Hörproben vergangener Produktionen.


