Als ich vor kurzem die Nachricht vom Tod unseres Bassisten Götz Ommert erhielt, war das ein Schock. Erst hatten wir noch telefoniert und die nächsten Auftritte besprochen, und plötzlich war alles anders. Götz wurde im Alter von nur 66 Jahren völlig unerwartet aus dem Leben gerissen.

Er war Gründungsmitglied des Blue Moon Orchestra und des Blue Moon Swingtetts. Er war das Herz unserer Rhythmusgruppe, das nun nicht mehr schlägt. Wie er immer so treffend sagte: „Der Bass muss die Suppe am Köcheln halten.” Er war die treibende Kraft und der Puls der Band. Götz hat unser Spiel geprägt wie kein anderer. Seine Erfahrung und sein Wissen sind ein großer Teil unseres Erfolges und des typischen „Blue Moon Sounds”.
Noch schlimmer als der musikalische Verlust ist allerdings der menschliche Verlust. Götz war einfach ein lieber Kerl. Wer mit ihm nicht auskam, war selbst schuld. Wir alle kamen bestens mit ihm aus. Auch wenn er, wie so oft, gestresst von anderen Auftritten zu uns kam, war er immer gut gelaunt. Es gab nie ein böses Wort. Dass er sehr gerne zu uns, zu seiner „Blue Moon Familie“ kam, bestätigten mir auch Götz‘ Frau Biggi und Tochter Celina. Er freute sich schon lange im Voraus, wenn es wieder auf Tour ging. Er war nie eingebildet oder arrogant, sondern überzeugte durch Leistung und seine einzigartige, liebevolle Art. Im Folgenden habe ich eine kleine Galerie mit einigen Erinnerungen der letzten 22 Jahre an unseren Götz zusammengestellt. Zum Schluss bleibt mir nur, Danke zu sagen für eine wunderbare Zeit auf und hinter der Bühne. Götz wird immer seinen Platz in der Band haben, und ich bin sicher, er ist bei jeder Show dabei.
Wie sagte er immer zum Abschied: „Tschüß, tschüß, tschüß!”






























